Rudolf Butz

Rudolf Butz ist ein Künstler, der Zeit seines Lebens malt. Ein Kunstschaffender, der komplexe Gedanken über Gott und die Welt, über die Umwelt und die Heimat, über sich und seine Kunst, auf Leinwand bringt. Stark, intensiv und wirkungsvoll sollen sie sein, seine Bilder, die erst durch die Betrachterinnen und Betrachter ihre ganze Kraft entwickeln und zum Leben erweckt werden. Rudolf Butz ist ein Maler, der reflektiert. Und, der in den Bildern aktuelle Betrachtungen sichtbar macht. Nicht unbequem laut, aber nachhaltig, mit viel Lebenserfahrung und einer ausgefeilten Technik. Butz ist ein Kritiker und Kunstschaffender, der mit Kontinuität, Substanz und Professionalität von sich reden macht. Erfolgreich, seit Jahrzehnten. Er lebt und arbeitet seit über 30 Jahren in Solothurn und im Tessin.

Ansichtssache

Rudolf Butz wollte beweisen, dass seine Bilder auch wirtschaftlich von Interesse sind. Eine wegweisende Station erlebte er an der Kunstakademie in Düsseldorf beim legendären Professor Joseph Beuys. Aber das, was Butz zu dieser Zeit lernen wollte, nämlich Bilder malen, stand bei Beuys nicht im Zentrum. «Joseph Beuys war ein Guru, der seine Studenten um sich scharrte und soziologische Abhandlungen hielt. Ich habe die Fakultät gewechselt und einen Professor gefunden, unter dessen Führung ich mit Pinsel und Farbe kreativ arbeiten konnte», erinnert sich Rudolf Butz. Von Beuys hat der Maler aber etwas anderes mitgenommen: Den revolutionären Geist und den Widerstand. «Ein Künstler soll unbequem sein. Er soll jedoch nicht nur provozieren, sondern Werke schaffen, die Menschen bewegen.»

Joseph Beuys

«Ich war sein Schüler. Er war ein Guru, der seine Studenten um sich scharrte. Beuys überforderte mich.»

«Transparency»: Tiefe zeigen

Bilder auf transparentem Acrylglas: «Damit habe ich neue Wege beschritten», sagt Rudolf Butz. Die einzigartige Darstellungsform ist ein Konzept, das die Faszination der Transparenz nutzt und die Wandelbarkeit des künstlerischen Ausdrucks vor Augen führt. Die Bildkompositionen entstehen auf der Leinwand, werden dann am Computer überarbeitet und schliesslich auf transparente Acrylglasplatten appliziert. Dazu der Kunstmaler: «Die Technik dazu selber zu entwickeln, bis zur Perfektion zu bringen und dann wirken zu lassen, das ist mein Schaffensweg und meine Schaffenskraft. Bilder, die – je nach Lichteinfall – ein Eigenleben entwickeln und sich immer wieder neu präsentieren.» Die Transparenz erzeugt eine Tiefe und schafft einen virtuellen Raum, der gefüllt ist mit Farben, Formen und Emotionen.